Ein Gießling mit Einzelteilen wird in der Regel sehr dünn ausgeführt. Es wird versucht, jedes Teil mit einer feinen Soll-Bruchstelle auszustatten. Diese Sollbruchstelle dient aber in erster Linie dem Schutz des Produktes, denn durch zu starke Stöße (hinunterfallen) kann ein Teil vom Gießast abbrechen. Um zu verhindern, dass das Teil irgendwo abbricht, ist die Sollbruchstelle angelegt. Natürlich dient diese auch beim Abtrennen des Teils vom Gießast.
 

 
Am ersten oberen Rollladen erkennt man sehr gut, daß die eine Ecke beim Abbrechen des Gießastes ebenfalls abgebrochen ist. Solch ein Schaden ist oft nicht mehr zu reparieren, weil der Klebstoff in die Rillen des Rollladens laufen wird und dort Klebespuren hinterläßt.

 
Dennoch: Vorsicht ! Die Einzelteile sollten nicht vom Gießast abgebrochen werden, denn es besteht die Gefahr, dass dadurch Ecken ausbrechen, die möglicherweise kaum noch reparabel sind. Alle Teile müssen sorgfältig vom Gießast entnommen werden. Dazu ist es sinnvoll diesen zunächst der Länge nach dicht am Einzelteil durch zu sägen. Erst danach kann jedes Teil mit dem verbliebenen Rest des Gießastes abgetrennt werden. Nun erfolgt die Fein-Versäuberung mit der Feile oder Schmirgelpapier bis zur End-Passung.

 
Zunächst werden die dünnen Häutchen, die um jedes einzelne Teil herum liegen, mit dem Cutter-Messer vorsichtig entfernt. Die Fein-Versäuberung erfolgt erst, wenn die Einzelteile auch vom Gießast abgeschnitten sind.

 
Zum Aufschneiden bevorzugt eine Tischkreissäge verwenden. In der Regel läßt sich die Höhe des Sägeblatts einstellen. Bei derartig dünnen Teilen sollte das Sägeblatt sehr flach eingestellt sein, um unnötige Vibrationen zu verhindern. Beispiel: Böhler Tischkreissäge.

 
Die Einzelteile nicht vom Gießast abbrechen, sondern den Gießast zunächst der Länge nach aufschneiden und dann jedes Teil einzeln versäubern.